Schreibwaren und Schreibwarenhandel


Der Handel mit Schreibwaren gibt es schon ebenso lange, wie das Schreiben auf tragbaren Medien selbst. Dazu gehörten früher Papyrus und Pergamentpapiere, die vorwiegend Adeligen und reichen Leuten zugänglich waren. Auch die erstmalige Benutzung von Kohlestiften, Ölkreide, Tinte und dem entsprechenden Schreibutensil ist in der Zeit der Erfindung des Papiers anzusiedeln und wird seither gehandelt.

Weil die Herstellung von Papier lange Zeit aufwändig und bisweilen sehr teuer war, beschäftigten viele Adelige Angestellte, die noch bis weit ins Mittelalter auf ihren Höfen Papierrollen, Bücher und Briefpapier herstellten. Dazu gehörte auch die Produktion von Kohlestiften. Die Vorgänger der heute bekannten Bleistifte. Das überschüssige Material wurde anderen gut betuchten Leuten zum Kauf angeboten aber nur selten gelang dieses auf den Markt und so zum einfachen Volk. Noch war es aber nicht möglich, das Geschriebene über eine längere Zeit aufzubewahren, denn Kohle und Kreide verblassten mit der Zeit und wurden unleserlich. Erst mit der Entdeckung der Tinte und der Erfindung der Füllfeder war es möglich, werthaltige Dokumente zu verfassen und Informationen platzsparend zu archivieren.

Bis heute hat sich der weltweite Umsatz mit Schreibwaren zu einem Milliardengeschäft entwickelt. Nicht nur werden alle möglichen Schreibunterlagen und Stifte angeboten, auch die Reproduktion mittels eines Kopierapparates, oder eines Scanners können als direkte Folge des Schreibwarenhandels betrachtet werden. Der Kugelschreiber ist dabei der Renner unter den Schreibutensilien geworden. Er wird fast doppelt so oft produziert als zum Beispiel Blei- oder Buntstifte. Ebenfalls sehr verbreitet sind Filzstifte und erst an vierter Stelle findet sich der Füllfederhalter wieder, der getrost als Vater aller Schreibzeuge bezeichnet werden darf.

Selbsterklärend, dass mit einem einfachen Schreibzeug kaum mehr Geld verdient wird. Aus diesem Grund wird wieder vermehrt auf schicke Gegenstände Wert gelegt. Etwa einem eleganten Füllfederhalter mit Tintentöpfchen. Auch edle Kugelschreiber, die mit Gold verziert werden, oder persönliches Schreibpapier mit eigenem Wasserzeichen sind Besonderheiten, mit der man sich von der Masse unterscheidet und mit denen auch der Schreibwarenhandel weiter voran angetrieben wird.